Dänemark 2018

Urlaub, bzw. Betriebsruhe, endlich war sie dann doch da, ca.1 Jahr liegt dazwischen, viel ist passiert, so leider auch die Trennung von unserem treuem Gefährten und Pickup „Karl“, geschuldet aber auch einer beruflichen Veränderung nämlich der Übernahme eines Alpenvereinshauses der Sektionen München & Oberland, dem www.haus-hammer.de im schönen Leitzachtal.

Deshalb auch der Bezug auf die Betriebsruhe, die gibt es da nämlich jetzt seit diesem Jahr, und so starteten wir dann am Sonntag dem 18.11 als Wiederholungstäter Richtung Dänemark. Als Fahrzeug unser Multivan, Michaela und ich und natürlich die beiden Vierbeiner Muck& Maus.

Bereits im Vorfeld hatten wir uns bei einem Anbieter Ferienhauscenter Dänemark ein wirkliches tolles Ferienhaus mit Pool und Sauna, diesmal in Nordjütland/Blokhus ausgesucht und ehrlich gesagt, schon immer mal wieder im Internet vorher angesehen.

Nach einem wirklich anstrengenden Jahr mitsamt der Übernahme des DAV Hauses im Mai und der ganzen Sommersaison war es jetzt wirklich an der Zeit mal ein wenig wieder rauszukommen, ca.10 Tage – tolle Sache.

So starten wir, diesmal ohne Zwischenstopp bei Hamburg, wir wollen ans Meer und stehen nach einer Nachtfahrt sowie der entspannenden Fahrerei ab der dänischen Grenze um ca.11 Uhr an unserem Ferienhaus.

Kurz hinein, Gepäck ausgeladen und dann die Hunde geschnappt, wir alle wollen ein wenig laufen am Strand.

Und dieser ist wirklich trotz grauem Wetter sehr schön, vor allem mehr als weitläufig in jede Richtung.

Abends genießen wir das erste Mal Pool und Sauna – das wird sich wohl auch nicht mehr bis Urlaubsende ändern.


Ebenso entspannt ist alles andere, es ist ja auch keine Saison und in der großen Sommerhaussiedlung, schätzen der Häuseranzahl geht hier wirklich schwer sind am Licht gemessen noch drei Häuser belegt, also gar nix.

Wir wollen auch schauen das wir immer so ein zwei Tage am Ferienhaus relaxen und dann aber auch einen Ausflug dazwischen streuen, so geht es dann auch einmal über Lokken mit seiner alten Küstenbatterie zu einer der größten Wanderdünen Dänemarks bzw. dem noch darauf stehenden, aufgegebenen Leuchtturm Fryd.

Hier sind trotz unter der Woche und keiner Saison schon auch ein paar Ausflügler, mei, wie überall was wird hier wohl in der Saison los sein.

Wir aber finden abseits einen guten Parkplatz und marschieren durch die Wanderwege eines Wäldchens Richtung Leuchtturm bzw. der Dünen.

Ein dann doch auch fordernder Spaziergang vor allem, wenns dann auf die Düne geht.

 Eine beeindruckende Aussicht und natürlich ein Wind. Jetzt sind auch die Sandverwehungen mehr als nachvollziehbar die auch schließlich den Leuchtturm in seinem Betrieb zur Aufgabe gebracht haben und diesen wohl auch nach Schätzungen 2020 endgültig ins Meer stürzen lassen.  

Ein weiterer Ausflug führte uns ebenfalls wieder nach Norden, nach Hirtshals, wegtechnisch bis hinter Lokken identisch. Hier ebenfalls der Bereich des leuchtturms, der allerdings immer noch in Betrieb ist – schön hergerichtet mit einem ebenso gutem Parkplatz, kleinem Museum und öffentlichen Toiletten. So stellen wir unseren Bus ab, gehen vor zum Leuchtturm und sehen auch gerade in den Hafen einfahren die Schnellfähre Hirtshals – Kristianssand/Norwegen. Ja da müssen wir auch noch einmal hin – auf jeden Fall!

Jetzt aber folgen wir erst einmal den Wegen des direkt neben dem Leuchtturm gelegenen Bunkermuseums der ehemaligen Heeresküstenbatterie 10 der Deutschen Wehrmacht.

Am Strand und in den Dünen finden sich hier zahlreiche Bunker, Geschützstellungen etc. und dass alles im fast direkten Umfeld des Leuchtturms bzw. wirklich im Vorgarten eines benachbarten großen Hotels.

Jetzt ist nicht wirklich etwas los, sehr angenehm, man muss auch zwecks der Hunde nicht so aufpassen und nur wohl auch eine Gruppe dänischer Studenten besuchen auch die Stellungen.

Nach einem angenehmen Rundweg, eine kleine Banane und Teestärkung und relaxten müden Hunden fahren wir weiter in das in Hirtshals angesiedelte Ozeanarium.

Auch hier wieder im Gegensatz zur Saison, fast keine Besucher – geschätzt waren wir wohl so 20 Personen (mit uns).

Wirklich schön und animierend gestaltet, lehrreich und informativ und sicherlich auch mit Kindern ein Besuch wert – vor allem auch wie bei uns, wenn das Wetter komplett bewölkt und grau ist.

Mehr als beeindruckend auch das große Hauptbecken, schwer zu beschreiben mit großer Vielfalt, richtigen Fischschwärmen und sicherlich als Highlight ein über 2 m großer Mondfisch, der seine Bahnen zog.

Ebenso natürlich die Seerobben, gerade auch durch einen Tunnel unter Ihrem Becken gut zu beobachten, tolle Schwimmer die mit einer unwahrscheinlichen Eleganz durchs Wasser gleiten.

Samstags wie aber auch an den anderen Tagen, Hundespaziergänge, Kaminfeuer, Pool & Sauna sowie natürlich lesen – einfach mal wirklich entspannen, auch das müssen wir fast wieder lernen und war die ersten Tage richtig fast fremd!

Zwei Ausflüge standen aber noch an bzw. wollten wir noch unternehmen, noch einmal Richtung Hanstholm, dort einerseits an den Strand bei Vigsö – dort wo auch ein Teil des Filmes „Die Olsenbande fährt nach Jütland“ gedreht wurde sowie auch ein wenig nach Hanstholm selber.

Also den Vigsöstrand angesteuert, wo wir dann auch in beiden Richtungen einen ganz langen Spaziergang unternahmen und auch wieder ein paar von den hier so vermehrt vorkommenden Steinen mit Loch, die Norddeutschen sagen dazu wohl Hühnergötter aufsammelten.

Über diesem langen Spaziergang war es dann doch schon später geworden, wir drehten mit dem Bus noch eine Runde durch und um Hanstholm und dann ging es wieder zurück – aber auch das Überlandfahren, gerade auch wegen der guten Straßen und Geschwindigkeitsbegrenzungen hat auch was, vor allem anders als in Deutschland kein wildes auf die Stoßstange auffahren oder waghalsigen Überholmanövern!

Am nächsten Tag sollte das Wetter noch einmal richtig aufreißen, hatten wir doch bisher eher ein wenig Wetterpech zumindest viele Wolken…

Jetzt aber sah es gut auf und wir starten diesmal in den Norden Richtung Skagen, dies alles über Frederickshavn, hier besuchten wir das Bangsbo Fort auf der sogenannten Pikkerbakken.

Bei diesem Fort handelt es sich ua.um Bunkeranlagen bzw. eine Marineküstenbatterie der Wehrmacht, die im zweiten Weltkrieg zum Schutze des Hafens und der Skaggerakenge gebaut wurde.

Hierbei wird dort mittlerweile ein Bunkermuseum aufgebaut, die alten Bunker werden immer mehr begehbar gemacht so das man aber trotzdem noch einen Großteil begehen kann was auch sehr eindrucksvoll und sehenswert ist.

Nachdem Besuch auf dem Höhenzug fuhren wir dann direkt am Hafen mit seinem Marinearsenal, den Fähranlegern und auch noch des alten Pulverturms – ein Wahrzeichen von Frederickshavn vorbei Richtung Skagen.

Flache Dünenlandschaft bis dann irgendwann das Ortsschild auftaucht, jetzt sind wir fast am nördlichsten Punkt Dänemarks bzw.an dem Punkt wo sich die Wellen von Nord und Ostsee treffen.

Mitten durch den Ort nehmen wir die Straßen, links und rechts Boutiquen – wieder die Frage was wird hier wohl im Sommer alles los sein muss! Wir wollen es eigentlich gar nicht wissen, geschweige denn ausprobieren, sind wir doch froh um die Ruhe und auch unsere beiden Vierbeiner können so viel unbeschwerter laufen gelassen werden.

Der Leuchtturm von Skagen schaut aus den Dünen, wobei der Parkplatz doch hier und sogar unter der Woche einiges an Fahrzeugen aufweist – aber Gott sei Dank verläuft sich alles und wir stehen nach einem kleinem schönen Fußmarsch im Sonnenschein allein da wo sich im Sommer so einiges tummelt oder sogar mit dem sogenannten „Sandworm“, ein Traktor mit Anhänger hin chauffiert wird.

Am nächsten Tag verwöhnt aber auch noch die Sonne, machen wir einen sehr langen Strandspaziergang – danach Ruhe, die Vierbeiner sind umgefallen und schnarchen und wir wohl auch. Abends geht es nochmals los, im vorbeifahren hatten wir schon mehrmals eine Art Festival gesehen. Dieses ist im Kulturhuset von Blokhus und zwar das „Magisk Jul“ – eine weihnachtliche Kombination auf dem großen Außengelände mit Sandskulpturen, Holzschnitzereien etc., sowie jetzt um die Weihnachtszeit eine Art Christkindlmarkt und Lichter, Lichter, Lichter.

Auch wenn die vielen Lichter ein wenig „amerikanisch weihnachtlich“ anmuten ist es doch nett und herzlich gemacht und der Eintritt ist ok.

An unserem letzten Tag noch ein paar Kleinigkeiten noch einkaufen, tanken, man glaubt es echt nicht  billiger als in Deutschland  und das in einem der teuren Nordländer, aber bei uns hängt das ja laut Aussage mit dem niedrigen Rheinwasser zusammen und das Tankschiffe nicht fahren können etc. – es hilft bei uns wohl nichts, es hilft nur der Sarkasmus.

Ansonsten Sauna, Pool, lesen und natürlich Reisebericht schreiben, morgen geht’s zurück, Schnee wird wohl liegen – aber wir hatten hier wirklich ein tolles Haus und auch Erholung. Dänemark ist sympathisch, gerade auch die Menschen – „Hej“ – was ja auf Dänisch so viel wie Hallo bedeutet, da werden wir wohl auch wieder kommen….

Diesmal wird’s aber wohl eher die Seite Richtung Ostsee/Kopenhagen werden – na ja, schau ma mal – dann seh mas scho…